Christoph Schlemmers Komödie Happy Reincarnation entwickelt sich bei jungen Menschen zum Theaterhit. Wie lässt sich die Theaterbegeisterung der Generation Z erklären?
Wir Theatermenschen wissen genau, keinem ist das Theater so wichtig wie uns, die wir am Theater arbeiten. Jedes Jahr aufs Neue suchen Dramaturgen, Regisseure, Schauspieler und Autoren händeringend nach Theaterstücken, die die Zuschauerreihen füllen sollen.
Nicht nur mit der eigenen, überschaubaren Theater-Bubble, sondern mit unterschiedlichen Menschen, verschiedener Generationen, die vor lauter Theaterbegeisterung dem Theater die Bude einrennen.
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Das ist der Traum, das ist die Wunschvorstellung eines jeden Theatermachers - der generationsübergreifende Publikumshit!
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Im Folgenden werde ich anhand von Publikumsreaktionen und theaterpädagogischen Untersuchungen aufzeigen, was junge Menschen der Generation Z dazu bewegt, zu meiner Komödie Happy Reincarnation ins Theater zu gehen.
PS. Für einen auch international leicht verständlichen Schreibfluss verwende ich vornehmlich das generische Maskulinum.
„Das ist ein Stück für meine Generation. Das sind unsere Themen. Ich habe so etwas noch nie im Theater gesehen. Vielen Dank!“ Giuseppe 17 Jahre, Abenddienst Elfo Puccini Teatro, Mailand
Ob in Berlin, Mailand, Denzlingen, Modena, Freiburg oder demnächst in Wuppertal, die Aufführungen von Christoph Schlemmers Komödie Happy Reincarnation sind ausverkauft. Oft durch Mundpropaganda und persönliche Weiterempfehlung junger Menschen, die wiederum andere, junge Menschen zum Vorstellungsbesuch motivieren.
Theaterpädagogen haben drei, unabdingbare Vorraussetzungen festgestellt, die ein Theaterstück und eine Theateraufführung erfüllen müssen, um Menschen der Generation Z zu einem Theaterbesuch bewegen zu können.
A - Themen, die gegenwärtige Lebenswelten der Generation Z widerspiegeln
B - Inszenierungen, die das Theater als gemeinsamen, analogen Erlebnisraum für alle feiern
C - Chillige und niedrigschwellige Theatercafés und Bars, die Nachgespräche und Austausch ermöglichen
Im Idealfall kommen alle drei Voraussetzungen ABC zusammen, verstärken sich gegenseitig in ihrer Wirkung und tragen dazu bei, junge Menschen der Generation Z für die "alte" Kunstform des Live-Theaters zu begeistern.
Anhand der Themenschwerpunkte von Happy Reincarnation, der minimalistischen Inszenierungsform, sowie der Beschaffenheit der Aufführungsorte, lassen sich alle drei Vorraussetzungen ABC beispielhaft erläutern.
„Wir wollen in unserem nächsten Leben Tiere werden. Das ist besser für die Erde und wir haben dann weniger Stress.“ Schüler:innen 12-15 Jahre, Mailand
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